
Christoph Jakob – Arbeiten in Stein
Arbeit am Stein – eine Gratwanderung
„Basalt … Säulen, Kugeln, Platten, Bomben, grau, braun, schwarz, ocker, schroff und samtweich. Ich liebe diese erstarrten Formen, die Geschichten erzählen von eruptiver Kraft, und den kühlen Kern, den man aus ihnen herausschälen kann.“ (Christoph Jakob)
Der Steinbildhauer Christoph Jakob lässt den Stein seine Geschichte erzählen, doch ist das Zuhören kein kontemplativer Prozess, sondern harte Knochenarbeit. Aber das Zuhören-Können führt dazu, dass der Künstler seine gestalterischen Ideen dem Stein nicht aufzwingt, sondern in sensibler Korrespondenz mit den natürlichen Gegebenheiten des Materials erwachsen lässt, das gestalterische Konzept sich im Einklang mit den Eigenschaften des Steins entwickelt. „Es ist die Auseinandersetzung zwischen meinem Willen und dem Gestein“, ein Zusammenprall von Natur und kreativem Eingriff, bei dem der Bildhauer die Statik des Steins aufbrechen will, um ins Innere, zum Kern des Steins vorzudringen, wobei jeder Stein ein eigenes, auf seine spezielle Materialität eingehendes Verfahren fordert.

