
Antike Technik im Museum
„Schere, Stein, Papier“ im Laufe der Geschichte
Unter dem diesjährigen Motto „Schere, Stein, Papier“ wird der Stiftsplatz erneut zur lebendigen Zeitreise durch die Welt historischer Handwerkskunst. Zahlreiche Darstellerinnen und Darsteller zeigen anschaulich, wie Materialien seit Jahrtausenden bearbeitet und genutzt werden: von Stein über Metall bis hin zu Textilien und Papier.
Die Vorführungen demonstrieren, wie aus Stein Werkzeuge entstehen, wie Metalle gegossen und geformt werden und wie feinste Handarbeiten mit Nadel, Faden und Schere gefertigt werden. Auch die Welt des Papiers und der Schrift kommt nicht zu kurz: Buchmalerei, mittelalterliches Briefwesen und historische Spiele lassen vergangene Alltagskultur lebendig werden.
Für die Kinder gibt es außerdem verschiedene Mitmachangebote, bei denen sich spielerisch entdecken lässt, wie eng „Schere, Stein und Papier“ seit jeher mit dem menschlichen Alltag verbunden sind.
Blas- und Tutmusik zur antiken Technik
Die Tutbürger spielen auf dem Stiftsplatz über den Abend verteilt europäischen Folk von Mittelalter über Renaissance bis hin zu Biedermeier, vom Balkan bis nach Skandinavien. Immer mit einem Augenzwinkern, nie langweilig.
Die Tutbürger sind drei Musiker, die sich vor über 20 Jahren der mittelalterlich- folkloristischen Klängen verschrieben haben, nachdem sie vorher in diversen Formationen die Bühnen dieser Welt bespielten. Sie entwickelten einen eigenen Stil, der aus humorvollen Ansagen und verrückten Geschichten besteht sowie neuen und dennoch „mittelalterlichen“ Interpretationen von Stücken aus Mittelalter, Renaissance, italienischem und französischem Folk. Auch Eigenkompositionen sind zu hören. Von Walther von der Vogelweide bis Neidhart von Reuenthal, von Polka bis 5/4-Walzer. Diverse Sackpfeifen aus ganz Europa, Schalmeien, Pommern und Flöten nebst Nyckelharpa, Mandoline und Percussion erklingen. Dazu zwei wunderschöne Stimmchen von rabiat-rostig bis rein-ritardandi.
Tipp: Der Tutbürger solo präsentiert von 20–20.45 Uhr im Stiftskreuzgang Blas-, Streich-, Schlag- und Perkussionsinstrumente von der Steinzeit bis zum Barock. Zu hören sind unter anderem Flöten aus Schilf, Dudelsäcke aus ganz Europa sowie Streichinstrumente aus Schweden. Es darf gestaunt und gefragt werden.
Eintritt während der Museumsnacht am 11.7.: nur mit MN-Ticket
Verschiedene Programmpunkte werden im Stiftsmuseum (nicht barrierefrei!) angeboten.
