
La Creación
Martín Palmeri: „La Creación – Tango Oratorio“
Einst gelangte das Bandoneon, die Seele des Tangos, mit deutschen Auswanderern nach Argentinien und kehrte mit dem Tango in seine Heimat zurück. Dem 1965 in Argentinien geborenen Komponist Martín Palmeri gebührt das Verdienst, die Welt des Tangos mit jener der Chormusik und des Oratoriums verbunden zu haben. Seine 1995/96 entstandene „Misa a Buenos Aires“ zählt zu den weltweit populärsten chorsinfonischen Werken der Gegenwart. Das 2017 entstandene Tango-Oratorium „La Creación“, deutsche Erstaufführung im Sächsischen Mozartfestes 2025, erlebt nun in der Reihe Klanglandschaft Mainfranken eine weitere Aufführung. Das Werk zeigt Palmeri als gereiften Komponisten, der in höchst kunstvoller Weise Tango und Klassikelemente zu neuen Klangbildern formt.
Ausführende: Julika Hing (Mezzosopran), Judith Brandenburg (Bandoneon), Süddeutscher Kammerchor, Paul Hindemith-Orchester-Akademie der Oper Frankfurt, Martín Palmeri (Leitung)
„Julika Hing brillierte mit ihrem ausdrucksstarken und in allen Lagen stets kontrollierten Gesang, was dieses überaus stimmige und stimmungsvolle Konzert zu einem erinnerungswürdigen Ereignis machte.“, so der Kommentator des Deutschlandfunks über die junge deutsch-amerikanische Mezzosopranistin. 1998 geboren und aufgewachsen bei Überlingen am Bodensee, studiert Julika Hing seit 2019 Gesang an der Hochschule für Musik Karlsruhe bei Prof. Hanno Müller-Brachmann, Prof. Maria Venuti und zuletzt bei Prof. Christiane Libor. Die Finalistin des Deutschen Musikwettbewerbs 2023 wurde mit einem Preis für „hervorragende Leistung“ ausgezeichnet und in die Konzertförderung des Deutschen Musikrats aufgenommen.
Judith Brandenburg ist Bandoneonistin und Komponistin aus Berlin. Sie studierte klassisches Klavier an der UdK Berlin sowie an der HfK Bremen, wo sie ihr Konzertexamen ablegte. Anschließend studierte sie argentinischen Tango am Konservatorium in Rotterdam (Niederlande) bei Karel Kraayenhof (Bandoneon), Gustavo Beytelman (Komposition und Arrangement) und Leo Vervelde (Orchesterleitung). Im Jahr 2009 gründete sie „La Bicicleta“, ein Trio für modernen Tango, um ihre eigene musikalische Sprache auszudrücken. Mit „La Bicicleta“ sowie als musikalischer Gast in anderen Ensembles trat sie bei Konzerten und Festivals in Deutschland, Norwegen, Argentinien, Spanien, Italien, den Niederlanden, Vietnam, Österreich, der Schweiz, der Tschechischen Republik und Japan auf.
Die Paul-Hindemith-Orchesterakademie des Frankfurter Opernorchesters wurde zur Saison 2015/16 gegründet. Neben Proben und Aufführungen in der Oper und bei Sinfoniekonzerten gestalten die Mitglieder der Akademie auch eigene Konzerte, so in der Kammermusikreihe im Holzfoyer und bei den Lunchkonzerten Intermezzo Oper am Mittag. Über 70 Absolventinnen und Absolventen aus mehr als 4.000 Bewerbungen konnten seit 2015 ein PHO-Stipendium abschließen. Viele von ihnen haben im Anschluss feste Positionen in renommierten Klangkörpern im In- und Ausland gefunden.
Der Süddeutsche Kammerchor ist eines der renommierten Vokalensembles Bayerns. In der Metropolregion FrankfurtRheinMain ist er auf den regelmäßig bei den namhaften Festivals wie VOCAL ART Frankfurt RheinMain, den Aschaffenburger Bachtagen, Fränkischen Musiktagen Alzenau und Kulturwochenherbst Miltenberg zu erleben. Der Chor besteht im Kern aus meist jungen professionellen Sängern, die auch solistisch tätig sind. Ausgehend von der jeweiligen Programmstruktur musiziert er in verschiedenen Besetzungsgrößen.
Das künstlerische Spektrum umfasst neben dem Standartrepertoire für Chor-a-Cappella und Chor-Orchester insbesondere unbekannte Werke des 17. bis 20. Jahrhunderts.
Die Wiederaufführungen von Wolf-Ferraris Oratorium „La Sulamite“ mit der Jungen Deutschen Philharmonie im Herkulessaal der Münchner Residenz und J. Chr. Bachs Mailänder Vesperpsalmen mit Concerto Köln in der Frauenkirche Dresden sind prominente Beispiele dieser Agenda.
Zahlreiche Uraufführungen, Einladungen zu Festivals und Konzerten im In- und Ausland und die Zusammenarbeit mit renommierten Orchestern zeugen von der Qualität des Ensembles.